Kinderkrippe DreiKäseHoch

Eingewöhnungen finden bei uns NUR ab 1. September oder ab 7. Januar statt.

   Das Münchner Modell

Fühl dich wie zu Hause!

 Der Übergang in die Kinderkrippe ist in der Regel die erste Trennung für die meisten Kinder und ihre Eltern, der meistens von großem Trennungsschmerz beiderseits begleitet wird.

Deswegen weisen wir Sie darauf hin, sollten Sie sich für einen Krippenplatz in unserer Einrichtung entschieden haben, sich für die Zeit der Eingewöhnung ca. 4 – 6 Wochen einzuplanen, in der es Ihnen möglich ist, Zeit mit dem Kind in der Gruppe zu verbringen oder um Ihr Kind früher abzuholen, wenn es seine Grenzen erreicht hat.

Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit und sein eigenes Temperament und beides beeinflusst die Verarbeitung der Trennung. Daher richten wir uns bei jedem Kind individuell nach seinen Bedürfnissen und sind dabei unbedingt auf Ihre Mithilfe angewiesen, den Übertritt für Ihr Kind in die Krippe behutsam und angenehm zu gestalten.

Wir wollen sowohl den Kindern als auch den Eltern die Zeit zugestehen, die sie benötigen, um in unserer Einrichtung anzukommen und sich bei uns wohl zu fühlen. Deshalb ist es wichtig, Kinder langsam auf den regelmäßigen Krippenbesuch vorzubereiten, anfangs nur kürzere „Besichtigungen“ durchzuführen, um dann die Zeit langsam zu steigern.

Erst wenn sich ein Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Erzieherin entwickelt hat, und das Kind sich sichtlich wohl fühlt, sollte man sich nach vorheriger Absprache mit dem Personal bewusst vom Kind verabschieden und die Einrichtung verlassen.

Das Kind braucht am Anfang dieses neuen Lebensabschnittes also vor allem zwei Dinge:

 Die Begleitung einer Vertrauensperson und Verlässlichkeit.

 Wissenswertes zur Eingewöhnung in der Kinderkrippe nach dem Münchner Modell:

 Das Kind benötigt Zeit um zu der Erzieherin eine bindungsähnliche Beziehung aufbauen zu können. Die Begleitung des Kindes durch eine familiäre Bezugsperson ist dabei unerlässlich.
Je jünger ein Kind ist, desto länger kann sich der Ablösungsprozess gestalten, ruhiges Abwarten bringt schneller Erfolg als permanentes Drängen.


Erste Phase: Die Aufnahme und Eingewöhnung vorbereiten

Zeitrahmen: Nach Platzvergabe bis zur zweiten Phase
In dieser Phase wurden Sie zu einem ersten Elternabend eingeladen, in dem vor allem organisatorische Dinge besprochen wurden und Sie wichtige Informationen zur Eingewöhnung erhielten. Das erste Gespräch konnten Sie nutzen um möglichst viele Fragen zur Einrichtung, Konzeption und Abläufen zu stellen. Ebenso sollten hier Erwartungen von Kita und Eltern angesprochen werden. Natürlich können Sie auch gerne mit uns über Ängste und Sorgen im Zusammenhang mit dem Krippenbesuch sprechen.

Nutzen Sie die Zeit bis zum regelmäßigen Besuch der Krippe um Ihr Kind auf die neue Lebenssituation vorzubereiten. Ihr Kind soll wissen, dass es bald ein Krippenkind ist. Wichtig ist es dem Kind zu vermitteln, dass es in der Kita willkommen ist und dass Sie hinter dem Besuch stehen.

Wir möchten Sie bitten ein Ich-Heft für Ihr Kind vorzubereiten, welches das Kind mit in die Einrichtung nimmt, mit Fotos von Mama, Papa, Kind, wichtigen Bezugspersonen, bekannter Umgebung, Haustier usw. Mit diesem Heft kann das Kind ein Stück Heimat mit in die Einrichtung nehmen.
 

Zweite Phase: Das Kennenlernen

Zeitrahmen: 4 - 5 Tage über 1 – 2 Stunden
In dieser Phase sollen sich alle Beteiligten gegenseitig kennen lernen und die Eltern gewinnen Einblick in den pädagogischen Alltag. Dabei lernen Sie zusammen mit Ihrem Kind einige Räume, einige Spielmaterialien, die Bezugserzieherin, das Team, einige Kinder und den Halbtagesablauf kennen.

Hier ist es wichtig, dass Sie dem Kind Zeit geben. Setzen Sie sich an den Rand des Gruppengeschehens und beobachten Sie zunächst mit dem Kind die Gruppe, drängen Sie Ihr Kind nicht am Gruppengeschehen teilzunehmen, Kinder werden von sich aus Kontakt aufnehmen. Sie sind für Ihr Kind verantwortlich und führen auch alle pflegerischen Aufgaben durch. Deshalb ist es wichtig, dass Ihre ganze Aufmerksamkeit Ihrem Kind gilt. Es kann sich von Ihnen entfernen und wieder zurück kommen in seinem ganz eigenen Tempo. Sie dürfen sich frei im Haus bewegen und unser Team und unsere gesamte Einrichtung kennenlernen.

Die Erzieherin wird sich in dieser Phase bewusst zurückhalten und von sich aus keinen direkten Kontakt zum Kind aufnehmen, sondern auf die Initiative des Kindes warten, Blickkontakt aufnehmen, das Kind beobachten, beim wickeln und füttern zuschauen usw. Die Erzieherin ist Gastgeber und Ansprechpartner für Eltern und Kind.

Dritte Phase: Sicherheit gewinnen

Zeitrahmen: 3 – 6 Tage, Regelmäßige Zeiten
Jetzt sollen Sie und Ihr Kind die Sicherheit gewinnen, die sie brauchen, um sich voneinander zu trennen. Ein Zeichen von Sicherheit ist es wenn Ihr Kind von sich aus Kontakt zu anderen Kindern und der Erzieherin aufnimmt, sich von der Bezugserzieherin wickeln und füttern lässt und Sicherheit im Tagesablauf gewinnt. Auch Sie als Eltern brauchen Sicherheit und Vertrauen zur Erzieherin, wenn Sie sich von Ihrem Kind trennen sollen.

Sie können diese Phase unterstützen, indem Sie sich immer mehr zurück nehmen und die Aktivitäten zunehmend der Bezugserzieherin überlassen aber selbst als sicherer Hafen für das Kind zur Verfügung stehen.
Die Erzieherin wird nun verstärkt Kontakt zu dem Kind aufnehmen, Wickeln und Füttern in Absprache mit Ihnen und mit dem Einverständnis des Kindes übernehmen.

 

Vierte Phase: Vertrauen aufbauen

Zeitrahmen: Die erste Trennung findet nie an einem Montag statt und wird nicht vor dem 7. Tag durchgeführt.

Das Kind hat mittlerweile eine vertrauensvolle Beziehung zur Bezugserzieherin aufgebaut und fühlt sich in der Gruppe wohl. Sie als Eltern sollten spüren, dass das Kind gut aufgehoben ist und Sie sollten sich zur vereinbarten Zeit von Ihrem Kind trennen können. Der Zeitpunkt der Trennung wird mit Ihnen abgesprochen.
Wichtig ist in dieser Phase die genaue Beobachtung des Kindes, denn es lässt sich anhand von seinen Verhaltensweisen erkennen, ob es bereit zur ersten Trennung ist.

Beispiele für solche Verhaltensweisen sind: Das Kind zeigt Neugierverhalten und erkundet die nähere Umwelt auch ohne Eltern, versichert sich nicht mehr permanent durch Blicke, zurücklaufen oder Rufen von der Anwesenheit der Eltern. Das Kind ist offen für Personen, wendet sich bei Unterstützungsbedarf auch der Erzieherin zu. Das Kind zeigt positive Gefühle, reagiert auf Aktionen, beteiligt sich an Pflegesituationen, zeigt zielgerichtete Aktivitäten usw.
 

Wenn Sie zusammen mit der Erzieherin zu dem Ergebnis gekommen sind die erste Trennung zu versuchen, sprechen Sie gemeinsam ein Trennungsritual ab, (bewusst verabschieden – z.B. ich gehen und komme wieder, Kuss, drücken, winken, gehen, nach besprochener Zeit wieder kommen).

Die erste Trennung sollte zwischen 30 – 45 Minuten dauern, denn das Kind muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Sie halten sich in der Zeit in der Einrichtung auf und kommen nach dem besprochenen Zeitrahmen zurück, oder wenn Sie die Erzieherin wieder holt. Danach lassen Sie das Kind die angefangene Spielsituation beenden und verabschieden sich dann gemeinsam. Die Dauer der Trennung wird nach und nach verlängert. Anfangs bleiben Sie noch in der Einrichtung, später reicht es wenn Sie telefonisch erreichbar sind.

Fünfte Phase: Die Eingewöhnung auswerten und abschließen

Das Kind hat den Übergang bewältigt und ist in der Rolle als Krippenkind angekommen. Sie reflektieren gemeinsam mit der Erzieherin den Eingewöhnungsverlauf und wissen wie es weiter geht.
Außerdem erhalten Sie einen Reflexionsbogen, den Sie bitte ausgefüllt wieder in der Einrichtung abgeben. Er hilft uns, unsere Arbeit zu verbessern und, wenn nötig, die Eingewöhnungsphase noch offener zu gestalten und besser auf die Bedürfnisse der Familien eingehen zu können.